Honduras

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Ich weiß, dass für Deutsche ganz Lateinamerika als gefährlich gilt, aber glaubt mir Honduras hat einen noch schlechteren Ruf als der Rest. Es war das einzige Land, in das ich Angst hatte zu reisen. Aber wisst ihr was? Es ist nicht mehr oder weniger gefährlich als die anderen Länder auch. Schuld an diesem schlechten Image sind vor allem die lokalen Medien, die nur schreckliche Nachrichten mit entsetzlichen Bildern und ohne jeglichen Respekt veröffentlichen. Je schlechter und extremer die Nachricht, um so besser.

Aber die Hondureños empfingen uns mit offenen Armen, luden uns in ihre Zuhause ein, unternahmen Touren mit uns, um uns die Schönheiten ihres Landes und ihr leckeres Essen, wie zum Beispiel den Anafre (eine Art Fondue aus Bohnen und Käse), den wir noch heute vermissen, zu zeigen.

 

Anafre, ein typisches Gericht in Honduras und soooo lecker!

Honduras lehrte uns nicht mit immer alles zu glauben, was erzählt und gemunkelt wird und was man überall hört. Es lehrte uns außerdem keine Vorurteile zu haben und dass eigene Erfahrungen zu machen die beste Art ist ein Land kennenzulernen. Natürlich ist, wie in allen Ländern Lateinamerikas Vorsicht und gesunder Menschenverstand nötig.

Auf dem Hinweg blieben wir 6 Wochen in Honduras und wir wären noch länger geblieben, hätte es uns unser Visum erlaubt, denn wir verbrachten die Zeit mit neugewonnenen Freunden in San Pedro Sula und nahmen in dieser Zeit an den Osho Meditationen in einem bioklimatisch gestalteten Meditationszentrum teil.

Bei unseren zweiten Besuch ein Jahr später hatten wir ein konkretes Ziel, nämlich auf Utila, einer Karibikinsel, die am zweitgrößten Korallenriff der Welt liegt, zu leben. Dort herrscht ein reges Treiben von Tauchtourismus und jungen Leuten, die die schönen Stränden zum Entspannen und Feiern aufsuchen. Dieses Mal erlaubte uns unser Visum zwei Monate zu bleiben.

Fotos: Complejo Haciendo TARA, Utila: Brad Ryon – Utila Reality

 

 

Ort: San Pedro Sula, Utila
Datum: 07 Jul-2014
Eindrücke & Gefühle: WM 2014, gute Freunde, Meditationen, der Weg zu uns selbst